anlässlich des Internationalen Holocaustgedenktags 2026
Holocaust und Schoa werden insbesondere für jüngere Menschen immer mehr zu abstrakten Begriffen. Dies liegt nicht nur daran, dass heute nur mehr wenige Zeitzeug:innen am Leben sind, die durch ihre individuelle Geschichte, die Dimension des Massenmords näherbringen, sondern auch an unserer Wissensvermittlung, die mehr auf technische Neuerungen denn auf reale menschliche Begegnungen setzt. Wir befinden uns heute zwar in einer Zeit der Post-Zeitzeug:innenschaft, doch haben uns Überlebende viele Berichte, Geschichten und Erlebnisse hinterlassen, aus denen wir lesen, vorlesen und lernen können.
In der Zeit vom 22.1. und in den beiden folgenden Wochen wird das Atrium des Jüdischen Museums Wien zur Lesebühne, wo von Schauspieler:innen aus Zeitzeug:innenberichten gelesen wird. Zwischen den Lesungen stehen die Zeitzeug:innenberichte der vom Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus herausgegebenen Buchreihe „Erinnerungen. Lebensgeschichten von Opfern des Nationalsozialismus“ allen Museumsbesucher:innen zum Vor- und Nachlesen zur Verfügung.
į jmw.at